Kombinationen mit Erdwärme
Heizen mit Erdwärme und Sonne – eine sinnvolle Kombination
Um das Heizen mit einer Erdwärme-Anlage noch effizienter zu machen, kann man sie mit einer solarthermischen oder einer Photovoltaikanlage kombinieren. So lassen sich noch mehr Kosten einsparen und die Umwelt wird geschont.
Erdwärme und Solarthermie
Die Kombination einer Erdwärme-Anlage mit einer solarthermischen Anlage bietet sich aus mehreren Gründen besonders an. Die Solarthermieanlage wird direkt in den Erdwärme-Kreislauf eingebunden. Man spricht von einem geo-solarthermischen System.
Über die Kollektorflächen der Solarthermieanlage kann im Sommer und meist auch in den Übergangsmonaten der gesamte Wasserbedarf gewährleistet und genug Energie zum Heizen, falls benötigt, bereitgestellt werden. In dieser Zeit muss die Erdwärme-Pumpe nicht eingeschaltet werden. Im Sommer wird sogar viel mehr Energie von den Solarkollektoren aufgenommen, als eigentlich zur Warmwasserbereitstellung oder zum Heizen benötigt wird. Durch die Verbindung mit der Erdwärme-Anlage ist es nun möglich, die überschüssige Wärme in das Erdreich einzuleiten, wo sie dann gespeichert wird. Die Wärme regeneriert zusätzlich das Gestein, so dass im Winter mehr Energie zur Verfügung steht. Auf diese Weise muss die Erdwärme-Pumpe weniger Arbeit verrichten und verbraucht weniger Strom für ihren Antrieb. Dadurch kann die Erdwärme-Pumpe Jahresarbeitszahlen von über 5 erreichen, d.h. die Erdwärme-Pumpe kann das 5-fache der zum Antrieb eingesetzten Energie in Wärme umwandeln. Besonders effiziente Anlagen können sogar Arbeitszahlen von 7 erreichen.
Die geo-solarthermische Anlage wird so reguliert, dass sich die Erdwärme-Pumpe automatisch nur dann einschaltet, wenn die Solarkollektoren den Wärmebedarf für Wasser und zum Heizen allein nicht mehr decken können. Gleichzeitig wird wann immer möglich zusätzlich Wärme aus der solarthermischen Anlage eingesetzt. Das entlastet die Erdwärme-Pumpe noch stärker.
Eine geo-solarthermische Anlage wird vom Bund gefördert. Zum einen gibt es für besonders effiziente Erdwärme-Pumpen (Jahresarbeitszahl von über 4,7) doppelt so viel Geld wie für eine weniger effiziente Erdwärme-Pumpe. Zum anderen erhält man für die Kombination mit einer Solarthermieanlage noch einmal zusätzlich 750 Euro.
Erdwärme und Photovoltaik
Mit einer Erdwärme-Anlage sind Sie unabhängig von Preissteigerungen für fossile Brennstoffe, nur die Stromkosten für die Erdwärme-Pumpe müssen noch bezahlt werden. Um vollkommen unabhängig zu sein, wird in einigen beispielhaften Projekten der Strom durch eine Photovoltaikanlage gewonnen. Da der gewonnene Strom aber ins Netz eingespeist wird, geht diese Rechnung nur bilanziell auf.
Auch bei einer Anlage, die nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen ist, kann der Strombedarf einer Erdwärme-Pumpe nie direkt gedeckt werden. Denn eine Photovoltaikanlage ist abhängig vom Wetter und der Tageszeit. Außerdem gibt es noch keine Speichermöglichkeiten für Strom aus Photovoltaikanlagen.
Dimensionieren Sie die Größe der Photovoltaikanlage aber so, dass sie mindestens den Strom für die Erdwärme-Pumpe liefern kann, und speisen diesen Strom dann in das Netz ein, erhalten Sie durch die Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes eine positive Bilanz. Eine Kombination mit einer Photovoltaikanlage ist aber nur dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn das Dach eine günstige Dachneigung und Ausrichtung hat.


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