Erdwärme-Bericht BMU
Hausherren drosseln das Energiebudget mit Erdwärme, Luftwärme oder Wasserwärme drastisch und schonen zugleich die Umwelt. Erfahren Sie mehr
Die Isolierung
Der gesamte Wärme-Bedarf setzt sich aus dem Wärme-Bedarf des Gebäudes, dem Wärme-Bedarf für Sondernutzungen und dem Wärme-Bedarf für Warmwasserbereitung zusammen. Der Wärme-Bedarf wird in Kilowatt angegeben und bezeichnet den Wärme-Bedarf des Gebäudes pro Stunde.

Kosten der Wärmepumpen-Arten
Ein Neubau ist die ideale Gelegenheit, eine Erdwärmeanlage zu installieren. Sie können einige Kosten einsparen, wie beispielsweise für einen Schornstein oder für Anschlussgebühren. Der Aufwand für Bohrungen oder die Verlegung von Erdwärme-Kollektoren bleibt außerdem ziemlich gering. Besonders wichtig ist auch der Einbau einer Fußboden oder Wandheizung, damit die Erdwärme-Pumpe effizient arbeiten kann. Die Kosten für die Anschaffung einer Erdwärmeanlage sind zunächst höher als die für eine konventionelle Heizungsanlage. Allerdings gibt es großzügige Förderungen vom Bund, die einen großen Teil dieser Kosten wieder auffangen. Berechnet wird die Förderungssumme nach der Größe der zu beheizenden Fläche. Förderungsanträge gibt es beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Insgesamt stehen diesem pro Jahr rund 500 Millionen Euro zur Förderung Erneuerbarer Energien zur Verfügung.

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Nur wenn die solarthermische Anlage allein den Wärmebedarf nicht mehr decken kann, schaltet sich automatisch die Erdwärme-Anlage zu. Wann immer möglich kommt zusätzlich Wärme aus den Solarkollektoren, wodurch die Effizienz des Systems gesteigert wird. Die Kombination dieser Anlagen wird stark gefördert. Einerseits erhält eine besonders effiziente Erdwärme-Pumpe (Arbeitszahl über 4,7) die doppelte Förderung wie eine weniger effiziente Pumpe. Andererseits wird die Kombination einer solarthermischen Anlage mit einer Erdwärme-Anlage noch zusätzlich mit 750 Euro bezuschusst.
Die Erdwärmesonde
In der gesamten Europäischen Union nimmt Erdwärme einen Anteil von 4,7 Prozent an der Energiegewinnung durch Erneuerbare Energie ein. Vorreiter in der Erdwärme-Branche ist Italien mit 7,6 TWh. Erklärt wird diese Zahl durch die günstigen natürlichen Gegebenheiten des Landes. Weit abgeschlagen folgen Ungarn mit 2,2 TWh, Frankreich mit 1,5 TWh und die Slowakei mit 0,84 TWh. Deutschland liegt bei der Wärme-Gewinnung durch Erdwärme in der EU momentan auf dem siebten Platz.
Die Förderung von Erdwärme mittels Erdwärmesonden ist die am häufigsten eingesetzte Methode. Erdwärmesonden lassen sich relativ unaufwendig durch zwei bis drei Bohrungen in die Erde einbringen. Die meisten Erdwärmesonden liegen in einer Tiefe zwischen 50 und 100 Meter. Vor Einbringung der Erdwärmesonden muss eine Genehmigung der Wasserbehörde vorliegen. Bei Bohrungen von über 100 Meter Tiefe dazu noch eine Genehmigung der Bergbehörde. Vor den Bohrungen sollte ebenfalls der Untergrund im Hinblick auf Feuchte und thermische Leitfähigkeit genau geprüft werden, um später optimale Energieerträge zu erhalten. Die Sonden zur Förderung der Erdwärme sind mit einem speziellen Wärmeleiter gefüllte Kunststoffrohre. Die Erdwärmesonden werden senkrecht oder schräg in die Bohrungen im Untergrund eingebracht. Über den Wärmeleiter wird die Erdwärme aus der Erde gefördert und mittels einer Erdwärme-Pumpe auf ein entsprechendes Temperaturniveau angehoben. Die Erdwärmesonde zeichnet sich durch einen guten Wirkungsgrad aus, da die Temperaturen im Erdreich schon ab 10 Meter Tiefe konstant bleiben.


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